Basis-Bibelkurs 2

Das Wort

In einer der vorigen Lektionen haben wir festgestellt, dass der Ausdruck „Schriften” auf die Vielzahl der Schreiber hinweist, wodurch die „menschliche” Seite der Bibel in den Vordergrund rückt. Das kann zu Missverständnissen führen. In der heutigen Zeit wird oft vom „menschlichen Element” in der Bibel gesprochen, um anzudeuten, dass die Bibel nicht absolut gültig und zuverlässig sein soll. So gibt es Menschen, die die Bibel wie ein Album mit göttlichen und menschlichen Aussprüchen betrachten, bei dem wir das Göttliche sozusagen heraussieben müssen. Andere betrachten die Botschaft der Bibel als etwas Göttliches, das in menschlichen Beschreibungen verpackt wurde. Um die göttliche Botschaft zu verstehen, müssen wir sie erst „auspacken”.

Bei diesen und ähnlichen Anschauungen wird das menschliche dem göttlichen Element gegenübergestellt. Man sieht die Bibel wie ein menschliches Zeugnis mit den daran haftenden Fehlern. Das ist jedoch keinesfalls so. In diesem Zusammenhang vergleichen wir

  • den Herrn Jesus – das fleischgewordene Wort
  • und die Bibel – das geschriebene Wort

miteinander.

Jesus ist der Sohn Gottes und gleichzeitig ist Er wahrhaftig Mensch. Genauso ist die Bibel von göttlicher Herkunft und gleichzeitig ein wirklich menschliches Buch, allerdings ohne das Fehlerhafte des Menschlichen. Diesem Vergleich gehen wir nun näher auf den Grund.

1

Jesus Christus kam auf diese Erde, genauso wie jeder andere Mensch auch. Galater 4,4 sagt, dass Gott seinen Sohn sandte

geboren von einer Frau, geboren unter Gesetz.

Die Bibel ist nicht vom Himmel gefallen, wie es die Epheser vom Bild der Artemis behaupteten (Apostelgeschichte 19,35).

Deine Antwort:

Sie ist genauso entstanden wie alle anderen Bücher auch. Menschen nahmen Schreibmaterial zur Hand -   und   (2. Johannes 12) oder   und   (3. Johannes 13) - und schrieben die Worte auf. Das zeigt deutlich das menschliche Element.

2

Jesus aus Nazareth wurde auf eine ganz natürliche Weise geboren, allerdings wurde Er auf eine übernatürliche Weise in der Jungfrau Maria gezeugt. Er wurde nämlich gezeugt vom Heiligen Geist:

Als er aber dies überlegte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sprach: Joseph, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen; denn das in ihr Gezeugte ist von dem Heiligen Geist. (Matthäus 1,20)

Und der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird auf dich kommen, und Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren werden wird, Sohn Gottes genannt werden. (Lukas 1,35)

Darin sehen wir die göttliche Seite, was auch in Bezug auf das geschriebene Wort Gottes zutrifft. Auch die Bibel wurde zwar von Menschen geschrieben, aber nicht hervorgebracht durch den Willen des Menschen. In seinem ersten Brief schreibt Petrus dazu:

Denn die Weissagung wurde niemals durch den Willen des Menschen hervorgebracht, sondern heilige Menschen Gottes redeten, getrieben vom Heiligen Geist. (2. Petrus 1,21)

Das ist auch aus den Worten Davids in 2. Samuel 23,2.3 deutlich zu erkennen.

Deine Antwort:

Der Geist des HERRN
und sein Wort
Der Gott Israels hat gesprochen,
der Fels Israels hat zu mir geredet ...
hat durch mich geredet,
war auf meiner Zunge.
3

Menschlich betrachtet stammt der Herr Jesus Christus vom Volk Israel. In Römer 9,5 spricht Paulus von seinen Verwandten nach dem Fleisch, den Israeliten, und sagt in Bezug auf Ihn:

Deren die Väter sind und aus denen, dem Fleisch nach, der Christus ist, der über allem ist, Gott, gepriesen in Ewigkeit. Amen. (Römer 9,5)

Ähnlich liest man im Hebräerbrief was seine menschliche Abstammung anbelangt:

Denn es ist offenbar, dass unser Herr aus Juda entsprossen ist, einem Stamm, über den Mose in Bezug auf Priester nichts geredet hat. (Hebräer 7,14)

Wenn es um die menschliche Seite des Entstehens der Bibel geht, so haben wir diese dem Volk Israel zu verdanken. In Römer 3,1 wird gefragt "Was ist nun der Vorteil des Juden?" und im folgenden Vers wird ein großer Vorteil erwähnt.

Deine Antwort:

  • anvertraut
  • die
  • Gottes
  • Denn zuerst einmal sind ihnen
  • Aussprüche
  • worden.
4

Christus kam also nicht als erwachsener Mensch in diese Welt, sondern als Kind und „wuchs heran” oder „nahm zu”. Zwei Stellen aus dem Lukas-Evangelium machen dies deutlich:

Das Kind aber wuchs und erstarkte, erfüllt mit Weisheit, und Gottes Gnade war auf ihm. (Lukas 2,40)

Und Jesus nahm zu an Weisheit und an Größe und an Gunst bei Gott und Menschen. (Lukas 2,52)

Deine Antwort:

Auch die   kam nicht als vollständiges   zu uns Menschen. Sie entstand im Lauf von etwa 1500 Jahren. So könnte bildlich auch von ihr gesagt werden sie „wuchs heran” oder „nahm zu”.

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